Veranstaltungen

Kirsty Bell

ist Kunstkritikerin. Sie studierte in Cambridge Kunstgeschichte und Englische Literatur. Sie schreibt u.a. für Ausstellungskataloge und weltbekannte Museen. Geschult in der Kunst der feinen Beobachtung, nähert sie sich diesmal ihrer neuen Heimat Berlin, wo sie seit 2001 lebt.

 

Laura Su Bischoff übersetzt seit 2014 Literatur aus dem Englischen, u.a. von Bee Wilson, John Brockman und Pankaj Mishra.

 

Michael Bischoff übersetzt seit 1977 aus dem Französischen und Englischen, u.a. Werke von Émile Durkheim, Michel Foucault und Richard Sennett.

Presse

»Kirsty Bell ist ein echtes Kunststück gelungen: Sie erzählt von der versunkenen Vergangenheit Berlins als frisch aufgetauchter Gegenwart – und sie erklärt die Energie dieser Stadt aus der Geschichte der Menschen, der Straßen, der Hoffnungen, die sie geprägt haben.«

Florian Illies

 

»Kirsty Bell hat ein Berlin-Buch geschrieben, wie ich es bisher noch nicht gelesen habe!«

Insa Wilke, Gutenbergs Welt

 

»Im Erforschen ihres sozialen Nahbereichs erinnert Bells wunderbar tiefsinniges Buch an Pascal Hugues‘ „Ruhige Straße in guter Wohnlage“: Hier wie dort ist es der Blick einer Zugewanderten, der neue Schichten im Gesamtbild freilegt. Einsichten in Sümpfe und Gezeitenströme verdankt es auch Klaus Theweleits „Männerphantasien“. Der große Gewährsmann aber ist Walter Benjamin. Wie Benjamins Denkbildern liegt der Erzählung das Wissen zugrunde, dass im Fragment mehr Bedeutung steckt als im Anschein des großen Ganzen. Die Spuren der Vergangenheit sind überall. Man muss sie nur zu lesen wissen.«

Thomas Groß, Deutschlandfunk Kultur

 

»Die wärmsten und genauesten Bücher über die deutsche Hauptstadt schreiben Briten, das ist eigentlich seit Christopher Isherwoods “Berlin Stories” bekannt. Die Kunstkritikerin Kirsty Bell, […] hat mit “Gezeiten der Stadt” (Kanon-Verlag) jetzt ein Berlin-Buch geschrieben, das dementsprechend einerseits mit preußischer Akkuratesse recherchiert ist und andererseits in der angelsächsischen Tradition persönlich gehaltener “memoirs” steht. Das ist in diesem Fall unbedingt ein Vorteil, weil Bell, die darin auch vom Scheitern einer Ehe erzählt, sich vor allem für die Frauenfiguren in der Geschichte der Stadt interessiert, also eher für die Perspektive von Luxemburg und Tergit als immer nur für die von Döblin oder eben Isherwood. [Berlin ist] in Wahrheit ein Morast, an dessen Trockenlegung immer noch gearbeitet wird, und ein Sumpf, in dem die Leute strampelnd versinken – was den meisten auch noch ein eigentümliches Vergnügen ist. Aber das ist das Versinken in einem guten Buch ja auch.«

Peter Richter, Süddeutsche Zeitung

 

»Eine Stadtgeschichte der letzten 150 Jahre, die sensibilisiert für die Leistungen, die kulturellen, die politischen, aber unbedingt auch die alltäglichen Leistungen und das Leiden von Frauen, die in der großen, männlichen Geschichtsschreibung meist nicht vorkommen […] so zugänglich sich auch das Ergebnis liest und so persönlich es auch ist, es ist eben auch ganz solide, wissenschaftliche, historische Forschung […] [Kirsty Bell verfolgt] Ansätze, die versuchen zu zeigen, wie die Energien von Menschen, die hier mal gelebt haben, gelitten haben, was geleistet haben, wie die erhalten geblieben sind, in ihren Werken, in den Häusern aber auch in sowas schwer beschreibbaren, wie Gedankenfeldern und ich finde es sehr bemerkenswert, dass auch solche Aspekte in diesem Buch vorkommen, als Ausdruck davon, wie umfassend und mit welcher wirklich besonderen Sensibilität Kirsty Bell ihre Berliner Stadtgeschichte geschrieben hat.«

Thomas Böhm, Radio eins

 

»In ihrem Buch blickt sie aus ihrem Küchenfenster. Und sieht die Historie der Stadt, wie sie sich rundherum zusammenballt, verblüffend verdichtet, zu einer sehr eigenen, sehr besonderen Erzählung Berlins. So liest man die Stadt sehr anders.« 

Erik Heier, tip Berlin

kanon_bell

Bücher von Kirsty Bell

Gezeiten der Stadt

Diese seltene Mischung aus Memoir, Kulturgeschichte und Stadtbild ist ein Gegenentwurf zu den Berlin-Büchern der Vergangenheit. Eine elegante und bewegende Erinnerung an eine verwundete Metropole.

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